Phase 4 – Bauvorbereitung

Eine gute Bauvorbereitung ist notwendig, um die Bauphase so einfach wie möglich beginnen zu können.

Schon wärend ihr euch um die Finanzierung kümmert, müsst ihr hier schon tätig werden. Warum??? Ganz einfach…. Steht die Finanzierung und das Grundstück ist verfügbar, kann es bei den Hausbaufirmen ganz schnell gehen. Das habe ich selbst erlebt.

Um was muss man sich alles in der Bauvorbereitung kümmern, wenn es nicht durch die Baufirma erledigt wird.

  • Bauplanung mit Architekten
  • Bauantrag mit Architekten
  • Anträge für die Grundversorgung des Hauses (Gas, Strom, Wasser und Abwasser, Telekom)
  • Baustromanschluss und Bauklo
  • Tiefbauarbeiten, wenn nicht durch Baufirma gestellt
  • Absperrungen und Genehmigungen
  • Sonnstige Nachweise

Beginnen wird man in der Regel mit dem Architekentermin. Hier kann man seine Wünsche für sein Haus äußern und hoffen, das es mit der geplanten Finanzmittelbedarf auch umsetzbar ist. Fragt den Architekten, wenn ihr eine Idee habt aber nicht wisst, wie ihr es umsetzen sollt. Er hat bestimmt die passende Idee dafür. (Eigene Erfahrungen)

TIP: Überlegt euch vor dem Termin mit dem Architekten, was ihr wollt. Dann geht es beim Architekten schneller und ihr verschwendet keine unnötige Zeit.

Nachdem alle Änderungen besprochen wurden, wird der Architekt einen Entwurf der Pläne für euch vorbereiten und übersenden. Diesen müsst ihr bestätigen oder noch Änderungswünsche anmerken. Denkt aber daran, das häufige Änderungen Zeit und Geld kostet. Nicht das ihr den Achitekten bezahlen müsst aber eure Doppelbelastung beim Kredit wird länger.

Entspricht der Entwurf des Achitekten euren Vorstellungen, wird jetzt der Bauantrag gestellt und euch zur Unterschrift und Abgabe beim Bauamt übersandt.

TIP: Prüft, ob auch jedes Blatt vom Architekten unterschieben wurde, sonnst kommt der Antrag wieder zurück.

Jetzt heist es warten, bis die Baugenehmigung kommt. Dies kann zwischen 3 Wochen und mehreren Monaten dauern. (Mehr zur Baugenehmigung im Infoteil)

Grundversorger:

Wenn euch jemand sagt, das es ausreicht, die Anträge für die Grundversorger ein paar Wochen vor der Ausführung zu stellen, der irrt sich. Am besten beginnt ihr so zeitig wie möglich damit, wenn das nicht durch den Haushersteller getan wird.

Die Anträge findet ihr auf den Webseiten der Versorger und ein kurzer Anruft klärt die meisten Fragen und nach einem Tag habt ihr alle Anträge erledigt.  Kurze Zeit später bekommt ihr die Kostenvoranschläge und die Verträge zugeschickt.

TIP: Für den Tiefbau der Grundversorger benötigt ihr in der Regel ein anderes Tiefbauunternehmen. Prüft bei der Telekom, welches Unternehmen mit ihr zusammen arbeitet, denn dieses legt auch gleich das Telekomkabel in die Erde und hat meistens auch einen Vertrag mit allen anderen Versorgern.

Baustrom und Bauklo:

Baustrom und Bauklo muss am Tag der ersten Baumaßnahme zur Verfügung stehen. Ihr werdet dies auch in allen Verträgen finden. Einige Haushersteller habe zumindest das Bauklo mit im Vertrag drin. In der Regel müsst ihr euch aber um Strom und Klo selbst kümmern.

Baustrom wird über den Grundversorger beantragt und meistens mit 48 Stunden Vorabinformation bereitgestellt. In den meisten Fällen müsst ihr die Stromanschlusssäule und den Baustromkasten selber beschaffen. Mieten kommt hier günstiger als kaufen und jedes Elektrounternehmen kann da helfen. Die Kosten hierfür sollten im Kredit bedacht sein.

Für das Bauklo gibt es viele Firmen. Ob Dixi oder Co, alle bieten das, was ihr braucht. Vergleicht die Firmen in eurer Nähe. Auch hier könnt ihr Geld sparen.




Tiefbauarbeiten:

Die Tiefbauarbeiten richten sich nach den Vorgaben des Architekten und der Bodenanalyse. Schreibt die Tiefbaufirmen schnellstmöglich an, um genügend Angebote zu bekommen. Ihr werdet überrascht sein, wie groß die Preisspanne sein wird. Denk bei der Auftragsvergabe gleich an die Bereiche der Garage und Terasse. Auch gehören die Arbeiten für die Abwasserleitung von Regenrinne und Hausabwasser in diesen Bereich mit hinein.

TIP: Tiefbaufirmen mit eigenem Steinbruch ist viel günstiger als die, die sich erst das Material beschaffen müssen.

Absperrungen und Genehmigungen:

Hier gilt: So zeitig wie möglich beantragen, sonnst kann es auch schief gehen. Je nach Bauvorhaben benötigt ihr unterschiedliche Genehmigungen oder Absperrungen. Braucht ihr einen Kran, dann muss die Straße gesperrt werden. Das kostet Zeit, Geld und geht nicht von heute auf morgen. Erkundigt euch bei eurem Bauunternehmen, ob die das mit machen oder was benötigt wird. Bekommt ihr zum Beispiel ein Fertighaus / Ausbauhaus, dann kommt je nach Lage des Grundstücks ein 40t Kran oder mehr. Hierfür muss auch die Straße geeignet sein. Nicht das ihr danach Kosten für die Reperatur habt. Informationen über die Lastklasse der Straße bekommt ihr im Rathaus eurer Stadt.

Auch muss bei einem Fertighaus die Straße großflächiger abgesperrt werden, da das Haus auf großen Lastzügen kommt und nicht in einer viertel Stunde abgeladen ist.

Sonstige Nachweise:

Neben dem Bodengutachten, welches durch den Architekten in Auftrag gegeben wird, kann es hin und wieder vorkommen, dass noch zusetzliche Nachweise benötigt werden. Das kommt immer dann vor, wenn unklar ist, ob das Baugebiet in einem ehemaligen Bergbaugebiet liegt. Je nach Aufwendigkeit des Gutachtens kommen da kosten zwischen 25€ oder ein paar hundert Euro auf euch zu.

TIP: Nehmt am besten einen Pauschalbetrag von 1000 Euro für sonstige Gutachten in den Kredit mit auf, dann seit ihr hier auf der sicheren Seite.